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Daniel Zschippang ist Nochtener Maikönig

Es dauert nur eine halbe Minute, dann steht der neue Nochtener Maikönig fest. Daniel Zschippang bekommt als Erster die Deutschland-Fahne zu packen, die ganz oben auf dem Maibaum befestigt ist.

Daniel Zschippang hat als Erster die deutsche Fahne in der Hand und ist demzufolge Nochtener Maikönig.

Foto: amz1

Auf Schultern wird der 43-jährige Tischler von seinen Konkurrenten vom Festplatz getragen. “Ich habe die ganze Woche geübt”, erklärt Zschippang augenzwinkernd. Noch nie sei er Maikönig gewesen.

Traditionell zum Dorffest vergeben die Nochtener diesen Ehrentitel. In diesem Jahr ist es aber etwas anders als sonst. Grund bildet eine moderne Eisenkonstruktion, die den rund 20 Meter hohen Maibaum über vier Wochen in seiner Position gehalten hatte. Damit und mithilfe der Hydraulik vereinfachen die Nochtener sowohl das Aufstellen als auch das Werfen. Und der stattliche Kiefernstamm, gesponsert vom Bergbauunternehmen leag, könne nicht brechen. “Wir werden immer älter und weniger”, begründet der ehemalige Wehrleiter Roland Ladusch die Neuerung. Zudem habe kaum noch jemand Lust zum Löcher schippen. Denn bis 2016 musste für den Baum eine zwei Meter tiefe Grube ausgehoben werden. Neben dem Dorfklub gehören die Kameraden der Nochtener Feuerwehr mit zu den Hauptakteuren des Dorffestes. Dem reichlich erschienenen Publikum wird ein Löschvorgang präsentiert. Dazu müssen sowohl eine Kübelspritze als auch die 34 Jahre alte Tragkraftspritze ran. Kameradin Nicole Noack darf mit einem der Schläuche das kleine Feuer neben dem Maibaum löschen. Vor Aufregung bekommt die junge Frau das Gerät nicht sofort unter Kontrolle. Doch unter den Gästen murrt angesichts der knapp 30 Grad Celsius niemand über die kleine Dusche.

Die Nochtener geben sich auch in diesem Jahr wieder alle Mühe für ein schönes Dorffest. Neben allerhand kulinarischen Delikatessen lockt ein breites Kulturangebot. Für Stimmung sorgen unter anderem der örtliche Spielmannszug, die Heideländer Musikanten aus Niesky sowie das Duo “Edgar & Marie”. Nicht zuletzt stellen die Dorfklub-Leute bunte Showeinlagen auf die Beine, darunter die Mini-Playback-Schau, an der mehrere Kinder teilnehmen.

“Unsere Leute haben bereits vor Ostern mit den Vorbereitungen begonnen”, erzählt Dorfklub-Mitglied Dietmar Ladusch. Manche Überraschungen blieben auch ihm verborgen. Erst direkt im Programm werden die Geheimnisse gelüftet. “Aber genauso mögen die Leute unser Dorffest”, kommentiert Ladusch.


Ach ja, der geworfene Maibaum: Der wird weder versteigert noch zersägt, sondern an einem sicheren Ort eingelagert. “Denn heutzutage ist es gar nicht mehr so einfach, ein solches Exemplar zu organisieren”, weiß Roland Ladusch.

Quelle Lausitzer Rundschau vom 30.05,2017




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